Hallo liebe Fotofreunde!

Heute möchte ich ein paar Tips geben wie ihr bessere Urlaubsfotos machen könnt. Damit eure schönste Zeit im Jahr lange in Erinnerung bleibt.

 

Zu diesem Thema war ich auch heute Morgen in der Welle1 Tirol Morningshow live im Radio.

Falls ihr es verpasst habt, habe ich euch die wichtigsten Tips und Tricks zusammegefasst:

  • Tageszeit: Zum Fotografieren ist die beste Tageszeit im Sommer der Morgen und der späte Nachmittag / Abend. Zur Mittagszeit steht die Sonne im Zenith und es stehen dadurch einige Probleme wie dunkle Schatten im Gesicht bei Portraits, flache Landschaftsaufnahmen und blasse Farben. Versucht es so zu timen, dass ihr eure Fotos in den Morgen oder Abendstunden macht. Die tiefer stehende Sonne wirkt wie ein natürlicher Weichzeichner und schmeichelt euren Portraits. Die Schatten im Gesicht verschwinden, die Farben sind warm. Das gleiche gilt auch für Landschaften oder Architektur.

 

  • Bildaufbau: ein mittiger Bildaufbau wirkt meist langweilig, außer ihr habt symmetrische Linien im Bild. Versucht Personen im sogenannten „Goldenen Schnitt“ zu platzieren, d.h. sie im Verhältnis 1/2 zu 2/3 in die Umgebung einzubauen. Das Bild wirkt dadurch wesentlich spannender. Achtet, dass die Person nicht auf den Bildrand schaut, falls ihr sie so platziert, sondern in den offenen Bildbereich. Selbiges gilt auch für Landschaftsaufnahmen. Ein mittiger Horizont ist in den meisten Fällen zu vermeiden. Hier ist eine Drittelung in der Regel spannender.

    Das Bootshaus wurde nicht mittig ins Bild genommen, dadurch wirkt das Bild viel interessanter und bietet auch mehr Tiefe

 

  • Position: immer stehend zu fotografieren ist oft nicht die optimale Lösung. Geht in die Knie, legt euch hin, fotografiert von oben herunter oder von unten nach oben. Ihr werdet ganz andere spannende Perspektiven entdecken.
  • Horizont: viele verbringen ihren Urlaub am Meer oder an einem See. Viele achten beim Fotografieren nicht auf den Horizont. Moderne Kameras bieten ein einblendbares Gitter am Display. Mit Hilfe dieser Funktion könnt ihr den Horizont des Gewässers oder der Landschaft leicht ausrichten und ihr vermeidet schiefe Bilder.

Ein gerader Horizont ist wichtig. Achtet darauf. Hier wurden die Felsen im Vordergrund bewusst ins Bild genommen um Tiefe zu erzeugen und im Goldenen Schnitt platziert

 

  • Hintergrund: gerade bei Portraits solltet ihr ein wenig auf den Hintergrund achten. Aus den Köpfen wachsende Bäume, Palmen oder andere Pflanzen schauen meist nicht sehr schön aus. Versucht hinter den Personen einen weiten homogenen Hintergrund zu haben.

    Morgen und Abendsonne sorgen für kräftige Farben, schöne Schattenspiele in der Landschaft und machen das Bild lebhaft. Fotos in der Mittagssonne sind flach und flau

     

  • Sonnenauf -und Sonnenuntergang: dieses Motiv ist im Urlaub der Klassiker. Viele machen jedoch den Fehler und nehmen die Sonne genau in die Mitte. Da gerade Smartphones meist mittig die Belichtung messen wird die Kamera nun versuchen die grelle Sonne richtig zu belichten, d.h. euer Bild wird dadurch im allgemeinen Schwarz bis auf die Sonne eben. Verhindern kann man das indem man die Sonne links oder rechts im Bild platziert, was ohnehin spannender wirkt. Bei modernen Kameras schaltet die Spotbelichtung ein, legt den Belichtungspunkt knapp neben die Sonne. Die Sonne wird so abgedunkelt, die Landschaft zwar auch ein wenig, aber sie hat noch sehr gute Zeichnung. So bekommt ihr ein ausgewogen belichtetes Sonnenauf -oder Sonnenuntergangsfoto.

    Achtet wenn ihr die Kamera ausschaltet, dass sie für den nächsten Schnappschuss immer bereit ist. Wie hier hätte man sonst den doppelten Regenbogen, der nur ein paar Sekunden sichtbar war, vielleicht verpasst.

    Die Tipps könnt ihr mit jeder Kamera oder auch mit dem Smartphone beachten, dafür ist kein teures Gerät notwendig. Die Bilder werden auf alle Fälle spannender und interessanter, versprochen 🙂

    Wünsche euch viel Spaß beim Fotografieren, gutes Licht und einen schönen Urlaub

    Danijel

 

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