Unterwegs am Inntalradweg

Mit dem Rad durchs Oberland – am Inntalradweg von Imst nach Innsbruck

Letztes Wochenende habe ich mir mal wieder das Rad geschnappt und bin am Inntalradweg unterwegs gewesen. Diesmal mit dem Zug raus nach Imst und dann ganz gemütlich zurück nach Innsbruck. Eine Route, die einfach Spaß macht: landschaftlich schön, technisch easy und voller kleiner Highlights am Wegesrand.

Start in Imst – und gleich ein Wow-Moment

Los ging’s wie gesagt mit dem Zug von Innsbruck nach Imst. Die Verbindung ist schnell, unkompliziert und fürs Rad perfekt. Direkt nach dem Start in Imst wird’s gleich spektakulär: Der Radweg führt durch eine enge, beeindruckende Schlucht zwischen Imst und Roppen. Der Inn rauscht tief unten, über einem ragen steile Felswände auf – fast schon ein Mini-Canyon mitten in Tirol. Da merkt man sofort: Das wird kein langweiliger Radtag.

Inntalradweg

Innschlucht

zwischen Imst und Roppen

Inntalradweg

Der Inn

mit Blick auf Roppen

Inntalradweg

Rafting am Inn

bei Roppen

Am Fluss entlang – entspanntes Cruisen und kleine Abstecher

Nach Roppen quert man den Inn – eine schöne Brücke inklusive – und kommt dann auf die klassische Strecke des Inntalradwegs. Der Weg ist super beschildert, durchgehend angenehm zu fahren, meist flach oder leicht bergab. Insgesamt sind’s etwa 60 Kilometer bis nach Innsbruck – also perfekt für einen Tagesausflug ohne Stress.

Was mir besonders gefallen hat: Es gibt unterwegs echt viele Möglichkeiten, mal kurz stehen zu bleiben, durchzuatmen oder was zu entdecken. Der Locherboden zum Beispiel, mit seiner Wallfahrtskirche über dem Inntal – ein toller Ausblick! Oder der Stamser Wasserfall, eher ein Geheimtipp, aber definitiv einen kurzen Abstecher wert.

Auch historisch geht was: Die Burg St. Petersberg thront über dem Tal, und das Stift Stams mit seinen Zwiebeltürmen ist ein echtes Barockjuwel.

Inntalradweg

Gams

Diese Gamsen konnte ich direkt neben dem Radweg fotografieren

Inntalradweg

Blick auf den Wallfahrtsort

Locherboden

Inntalradweg

Blick auf die Burg

St. Petersberg

Inntalradweg

Blick auf das

Stift Stams

Inntalradweg

Am Steig hinauf zum

Locherboden

Inntalradweg

Wasserfall

in Stams

Inntalradweg

Hängebrücke

über den Inn

Inntalradweg

Hängebrücke in Stams

zum Wasserfall und nach Locherboden

Kaffeepause in Telfs – muss einfach sein

In Telfs hab ich dann eine kleine Kaffeepause eingelegt. Die Fußgängerzone ist wie gemacht dafür – lebendig, aber entspannt. Ein Espresso in der Sonne, ein bisschen Leute beobachten, Beine ausstrecken – genau das macht so eine Tour für mich aus.

Zwischenstopp am Wasser – Füße rein, Seele baumeln lassen

Hinter Telfs wird’s dann noch einmal richtig ruhig. Besonders schön fand ich die Gegend rund um Inzing, die sogenannte Gaisau – ein naturbelassenes Gebiet mit Wiesen und kleinen Teichen. Und kurz darauf, zwischen Inzing und Zirl, hab ich meinen Lieblingsspot entdeckt: Eine kleine Sandbank direkt am Inn, perfekt für eine Rast. Füße ins Wasser, Kamera gezückt, einfach mal kurz nichts tun – das war mein Moment des Tages.

Fast zum Schluss gibt’s noch ein kleines Kuriosum: Eine weitere Sandbank kurz vor Innsbruck, direkt beim Flughafen. Wer auf startende Flugzeuge steht, sollte hier kurz stoppen – der Kontrast zur ruhigen Flusslandschaft ist irgendwie surreal, aber cool.

Inntalradweg

Inzing

Die Gaisau

Inntalradweg

Innsbruck

bei der Sandbank in Kranebitten

Zurück in Innsbruck – entspannt und zufrieden

Nach rund fünf bis sechs Stunden – mit ausgiebigen Pausen, versteht sich – bin ich wieder in Innsbruck angekommen. Kein Muskelkater, keine Panne, aber viele Eindrücke und ein paar richtig schöne Bilder im Gepäck. Die Strecke ist ideal für alle, die es nicht zu sportlich, aber trotzdem abwechslungsreich mögen. Und: Sie funktioniert fast das ganze Jahr über – sobald es schneefrei ist, kann’s losgehen.

Mein Fazit:

Der Abschnitt des Inntalradwegs zwischen Imst und Innsbruck ist mehr als nur eine Radtour. Es ist eine kleine Reise – mit Schluchten, Kultur, Natur, gutem Kaffee und einer Prise Abenteuer. Für mich war’s definitiv nicht das letzte Mal.

Zum Abschluss gibts noch das Video zur Tour.

Leave a comment