Cuba – Havanna 1/2

Denken an Cuba ruft oft Bilder von karibischem Flair, mit Musik, Rum und Zigarren hervor. Ich hatte das Glück, als Vertreter der kubanischen Lebensfreude und Havana Club in dieses faszinierende Land zu reisen.

Im Sommer 2016 fand die Havana Club Summer Tour statt, begleitet von einem Gewinnspiel. Ich nahm teil und wurde ausgewählt, als Botschafter von Havana Club eine Reise durch Cuba anzutreten. In diesem Land, in dem Havana Club seine Wurzeln hat, sollte ich die einzigartige kubanische Lebensfreude erleben.

In diesem Blog möchte ich meine Reise in mehreren Teilen mit euch teilen und euch einen Einblick in das geben, was ich erleben durfte. Es war wirklich außergewöhnlich!

Am 30. Dezember war es endlich soweit. Nach meiner Ankunft am Flughafen München waren ich voller Vorfreude. Ich verkürzte mir die Wartezeit bis zum Abflug mit einem Bier. Mein Flug führte mich direkt von der bayerischen Hauptstadt nach Varadero. Ich hatte sogar das Glück, dass unser Flugzeug aufgerüstet wurde. Ich flog mit einer Boeing 777-200 in die Karibik, betrieben von Privilege Style Airlines im Auftrag von Condor.

Nach einer Stunde Verspätung startete der Jet um 14:30 Uhr mit einem schnellen Steigflug in mein Abenteuer. Es erwarteten mich 12 Stunden Flugzeit, aber der Flug verlief sehr angenehm und der Service der spanischen Crew war lobenswert.

In Varadero bin ich um 19:30 gelandet, und aufgrund der Zeitverschiebung habe ich einige Stunden gewonnen.

Die insgesamt 14 Tage auf Cuba waren wie folgt geplant: In der ersten Woche wollte ich den Westen Cubas auf einer Rundreise erkunden, und die zweite Woche am Strand in Varadero verbringen.

Meine Rundreise wurde von Cubatrotter organisiert. Die Betreuung im Vorfeld war hervorragend, und alle Wünsche wurden berücksichtigt. Ich kann diese Firma für Reisen auf Cuba nur empfehlen. Vor Ort war Cubanacan mein Reiseveranstalter und Ansprechpartner.

Der erste Teil meines Berichts umfasst die Hauptstadt Havanna.

Mein erster Weg führte mich vom Flughafen Varadero direkt in die Hauptstadt Havanna. Die Fahrtzeit von ca. 1,5 Stunden war relativ kurz, und obwohl es schon dunkel war, konnte ich erste Eindrücke sammeln. Die Straße nach Havanna führt über die Stadt Matanzas, bekannt für ihre vielen Brücken. Hier war mein Staunen schon groß angesichts der vielen Oldtimer auf den Straßen. Ich freute mich schon richtig auf den nächsten Tag in Havanna.

Auf meiner Rundreise habe ich in sogenannten Casa Particulares übernachtet. Das sind private Wohnungen oder Häuser, die Zimmer vermieten, und man wohnt so direkt bei den Einheimischen. Das hat sich wirklich als sehr lohnenswert erwiesen.

Meine erste Casa habe ich dann schlussendlich müde im Stadtteil Vedado von Havanna erreicht. Meine Gastgeberin Isabel hat mich schon herzlich erwartet und mir gleich mein Zimmer gezeigt. Einfach, aber sehr sauber. Die Vorfreude auf den nächsten Tag in der quirligen Hauptstadt war groß, und der Schlaf nach dem langen Flug dringend nötig.

Am nächsten Morgen wartete Isabel schon mit einem umfangreichen Frühstück auf. Neben einem großen Teller voller frischer Früchte wie Ananas, Papaya, Bananen, Mango, Guaven und Wassermelonen gab es frisch gepressten Papayasaft und ein super Rührei. Isabel war sehr freundlich und brachte mir auch gleich ein paar Wörter Spanisch bei, indem sie mir alles, was sie auftischte, auf Spanisch erklärte.

Nach dem tollen Frühstück gab mir Isabel noch Tipps, wie ich zur Altstadt Havannas, La Habana Vieja, gelangen konnte. Meine Casa lag direkt am Malecon, der berühmten Uferstraße, die sich über 6 Kilometer von der Altstadt Havannas bis zum Stadtteil Vedado erstreckt.

Zu Fuß ging es los. Der Malecon ist praktisch eine Verkehrsader der Stadt, dennoch ist die Straße teilweise in einem bedenklichen Zustand. Die Autos schlängeln sich hier um die Schlaglöcher an sozialistischen Betonbauten, Kolonialhäusern und Monumenten vorbei. Gleich ins Auge fielen mir die wirklich zahlreichen Oldtimer. Teilweise in einem Zustand wie fabrikneu, bei anderen kam die Frage auf, wie fährt dieses Auto überhaupt noch. Jedenfalls ein erster sehr beeindruckender Einblick, was mich hier erwartete. Der Weg war mir dann doch zu weit, und ich nahm mir eines der zahlreichen Cocotaxis, eine Art Mofa mit einer gelben eiförmigen Kabine für zwei Personen, um zur Altstadt zu gelangen. Ich ließ mich bis zum Capitolio fahren. Das Regierungsgebäude, das dem Capitol in Washington nachempfunden wurde, jedoch um einiges größer ist. Es liegt genau am Beginn der Altstadt.

Ich hatte mir bereits im Vorfeld mithilfe meines Reiseführers eine Route zusammengestellt.

Der erste Punkt auf meiner Route war der Weg vom Capitolio zur Plaza Vieja. Zuerst durchquerte ich den nicht restaurierten Teil der Altstadt, bis ich schließlich am Platz ankam. Es war ein ziemlich großer Kontrast zwischen den teils völlig verfallenen Häusern und den wunderschön restaurierten Kolonialbauten. Von Metzgereien, die ihr Fleisch in der Hitze im Freien hängen hatten, bis zu modernen Cafés - hier fand man alles.

Capitolio

Das Capitolio von Havanna

Oldtimer

Im Hintergrund das Capitolio

Metzgerei

in der Habana Vieja

Oldtimer

in der Altstadt Havannas

Nach einem sehr guten Mojito an der Plaza Vieja setzte ich meine Erkundungstour zur Plaza de Armas fort. Überall in den Gassen hörte man Musik, fand kleine Parks, und an fast jedem Haus gab es etwas Interessantes zu entdecken. Von der Plaza de Armas aus ging es dann zur beeindruckenden Kathedrale von Havanna. Am Platz der Plaza de la Catedral fand ich ein paar schöne Cafés. Die Kathedrale San Cristobal, die 1748 erbaut wurde, ist wirklich sehenswert. Gleich um die Ecke stieß ich auf die Bodeguita del Medio, ein kleines Restaurant mit Bar, das sehr berühmt ist. Hier sagt man, dass der berühmte Mojito erfunden wurde, ein Getränk aus weißem Zucker, Limettensaft, Rum (vorzugsweise von Havana Club) und frischer Minze. In der Bodeguita del Medio trank auch der berühmte Schriftsteller Ernest Hemingway, der auf Cuba lebte, seinen Mojito. Natürlich probierte ich hier auch einen Mojito, der etwas teurer war als an anderen Orten, aber man spürt hier wirklich die Geschichte, die dahintersteckt. Ein Getränk kostete hier 5 CUC, was teilweise das Doppelte ist, aber ich machte hier gerne eine Ausnahme. Natürlich ist dieser Ort ein Anziehungspunkt für Touristen, und man ist hier nie allein. Da wir gerade über Geld sprechen: Auf Cuba gibt es zwei Währungen. Den Peso Cubano (CUP) für die einheimische Bevölkerung und den Peso Convertible (CUC), mit dem Touristen zahlen. Als Tourist bekam ich auch nur den CUC, aber an vielen Orten konnte ich auch mit Euro bezahlen.

Plaza Vieja

Schöner Platz in Havanna

Simon Bolivar

Kleiner Park in der Altstadt Havannas

Musik und Rhythmen

wo man hinschaut

Erfrischung

Diese Taube erfrischt sich in einem Brunnen

Plaza de Armas

La Habana Vieja

Castillo de la Real Fuerza

La Habanna Vieja

Vor der Bar fand ich einen lustigen Cubaner, mit dem ich Fotos machen konnte, typisch mit Commandante Mütze und Zigarre. Stolz zeigte er mir ein Magazin von National Geographic, auf dem er sogar auf der Titelseite abgebildet war. Ein lustiger Geselle. Natürlich kostete das Foto ein paar Münzen. Von dort aus machte ich mich auf den Weg zur Plaza de San Francisco. Unterwegs fotografierte ich noch einige Impressionen. Ich lasse einfach die Bilder für sich sprechen. An der Plaza de San Francisco steht eine große Kirche, die Basilica San Francisco de Asis. Der Platz ist belebt mit eher modernen Restaurants und Cafés. Hier legen auch direkt die Kreuzfahrtschiffe in der Bucht von Havanna an. Nach einer kleinen Stärkung und einem Café ging es nun zurück Richtung Capitolio. Das Capitolio liegt am Prado, einer breiten „Prachtstraße“ mit vier Fahrspuren und einer Mittelinsel, gesäumt von bunten Kolonialbauten. Der Prado führt zurück zum Malecon, wo ich den Sonnenuntergang fotografieren wollte. Auf dem Weg zum Capitolio kamen wir noch am Restaurant „La Floridita“ vorbei. Es ist berühmt für seine Cocktails, und Ernest Hemingway war hier Stammkunde. Man sagt auch, dass der Daiquiri hier erfunden wurde. Zurück am Capitolio ging ich die Straße hinunter zum Malecon. Der Paseo del Prado ist gesäumt von bunten Kolonialbauten und einer Promenade zwischen den Fahrspuren. Viele Künstler verkaufen hier Bilder oder handwerkliche Kunstwerke, und man findet Kinder, die hier skaten oder bladen. Jedenfalls war es sehr eindrucksvoll.

Bodeguita del Medio

auf einen Mojito

Cubanische Musik

Bodeguita del Medio

Der Commandante

natürlich wollte er ein Trinkgeld

Plaza de la Catedral

La Catedral de la Virgen María de la Concepción Inmaculada de La Habana

Musik

an jeder Ecke

Cooler Oldtimer

Am Hafen von Havanna

Iglesia de Santa Clara

mit einem typischen Oldtimer

Oldtimer Taxis

vor dem Castillo

Basilica San Francisco de Asis

Havanna

Müder Hund

in der Altstadt Havannas

Typische Gasse

in der Altstadt Havannas

Oldtimer

Wo man hinsieht

La Floridita

Hier gibt es köstlichen Daiquiri

Capitolio

Oldtimerparade

Parque Central

Havanna

Paseo de Marti

mit Oldtimern

Es ist schon Abend geworden, und die langen Märsche durch die wunderschöne Altstadt Havannas haben mich müde gemacht. Was gibt es Schöneres, als sich wie die vielen Einheimischen am Malecon zum Sonnenuntergang zu begeben und sich dort auf der Ufermauer auszuruhen und einfach das Naturschauspiel zu genießen. Ich wurde durch eine tolle Stimmung belohnt. Seht selbst.
Damit geht der erste Tag auf Cuba zu Ende und hundemüde geht es zurück in die Casa Particulares zum wohlverdienten Schlaf. Morgen steht ein weiterer Tag in Havanna an.

Sonnenuntergang

Malecon

Malecon

Es wird Abend

Blaue Stunde

am Malecon

Nacht

Wunderbare am Malecon

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